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Über das Horn von Afrika oder Auf den Spuren unserer Vorfahren!

Der Bio-LK im Alfried Krupp Schülerlabor in Bochum

 

Bochum/Arnsberg. Wie isoliert man eigentlich seine DNA aus Mundschleimhautzellen? Und weshalb nimmt man gerade die mitochondriale DNA? Und was verrät uns diese über die Wanderwege unserer Urmutter? Mit diesen und weiteren Fragestellungen haben wir uns im Schülerlabor der Ruhr-Universität in Bochum beschäftigt.

Mit einer geringfügigen Verspätung und ersten leichten Stress-Symptomen, die auch der Suche nach NB 03/242 geschuldet waren, konnten 19 Laborgenies (O-Ton des Studenten vor Ort) des AHR13 Bio-Lks unter Begleitung von Frau Nott sicher auf den Genspuren unserer Urmutter wandeln.
Nach erfolgter Einkleidung in den Labordress, ersten Titulierungen als Frau/ Herr Doktor und einer Einweisung in die Laborregeln konnten wir den ersten Test des Tages absolvieren – den Pipetten-Test.
Die Handhabung der Mikroliter-Pipetten stellte uns vor eine lösbare Aufgabe, die wir mit Bravour gelöst haben. Nach einem kurzen Theorieteil und dem glücklichen Umstand, dass der Betreuer vor Ort immer sehr deutlich machte, welche Aktion als nächstes erfolgen würde, konnten wir sofort mit der Isolierung der DNA beginnen. Dazu mussten zuerst die Zellen der Mundschleimhaut von dieser gelöst werden. Wie bei der Überführung eines Tatverdächtigen in einem Krimi haben wir eine Minute lang intensiv unsere Mundschleimhaut mit einem Wattebauch malträtiert, um möglichst viel Zellmaterial zu erhalten. Ein Bilddokument dieses Mundraubes ersparen wir allerdings dem Leser.
Unsere Mundschleimhautzellen wurde anschließend lysiert, inkubiert und dann zentrifugiert.
Wer an dieser Stelle nichts versteht, dem sei kurz gesagt, dass es sich um das Aufbrechen von Zellwänden, das Erwärmen im Wasserbad und kräftiges Schleudern in einer sog. Zentrifuge handelt. Das Ergebnis des Schleuderns war ein winzig kleines Pellet, sprich eine winzig kleine Ablagerung am Gefäßboden oder am Gefäßrand. Diese galt es nun links liegen zu lassen, da die DNA durch die vorherige Behandlung nicht mehr in der Zelle, sondern nunmehr gelöst in der Flüssigkeit unsichtbar herumschwimmt. Vorsicht war angesagt.
Nach der DNA-Überführung in ein neues Gefäß, galt es nun spezielle Bereiche der DNA zu vervielfältigen. Dies geschieht mit dem Kleinwagen unter den Laborgeräten, dem Thermocycler.
Da dies zeitintensiv ist, konnten wir in der wohlverdienten Pause das Gelände der RUB näher erkunden und die Mensa ausprobieren – unser Fazit: nicht schlecht!

Nach der Pause ging es dann schnittig weiter. Schneiden war angesagt, auch dies unsichtbar, denn die Restriktionsenzyme als auch unsere vervielfältigte DNA befand sich in unserem Ansatz und die durchsichtige Flüssigkeitsmenge überstieg nie die Tröpfchengröße. Auch das Schneiden ist zeitintensiv und für das Enzym anstrengend. Das haben wir aber erst ganz am Schluss festgestellt, da einige Ergebnisse dem Müden und geschwächten Enzym zu Lasten zu legen sind. Aber da nehme ich das Beste vorweg. Bevor wir das Ergebnis sehen konnten musste mit einer eindeutig ruhigen Hand die nun angefärbten Proben in die Geltaschen des Agarosegels gefüllt werden. Anschließend wurde die Gelelektrophorese gestartet, dann ausgewertet und fotografiert.

Das Ergebnis eines arbeitsreichen Tages ist, genau, ein Foto.

Nein, nicht irgendein Foto, sondern ein Foto mit waagerechten Streifen.
Manchmal auch ganz ohne Streifen, aber da wir Laborprofis sind, wissen wir auch, dass das „ohne alles“ ruhig auch einmal vorkommen kann. Und auch gar nicht an uns lag, sondern, wie gesagt am müden Enzym. Man spricht dann von Laboralltag;-)

Ach ja, wichtig, unsere Fotos mit den waagerechten Streifen an ganz bestimmten Stellen beweisen, dass unsere Urmutter über die Sinai-Halbinsel nach Europa gewandert ist, vor sehr langer Zeit und nicht über das Horn von Afrika, was ja nun auch möglich wäre, aber dann hätten wir eher einen asiatischen Touch.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass es ein sehr interessanter Tag war, der uns Lust auf das Studienleben gemacht hat und es uns nun etwas schwerer macht, uns auf den Schulalltag zu freuen.

 

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